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Abluft mit Zipfelmützen

Zipfelmützenfilter

Nachdem wir schon einige Monate in unserem neuen Haus wohnten, fragte uns ein Nachbar, ob wir denn auch Filter in den Abluftventilen der Lüftungsanlage haben. Nein, hätten wir nicht.

Dann könnten die Rohre der Abluft vergleichsweise schnell verschmutzen, da sich in der Abluft der Küche und der Bädern immer Dünste und Feuchtigkeit mit Partikeln niederschlagen kann. Huch, kann das sein?

Eine halbe Stunde Internetrecherche ergab, dass diese Filter tatsächlich nach DIN 1946 Teil 6 aus dem Jahr 2009 für Küchen ein Muss und für Feuchträume empfohlen sind. Heute wurden uns nun hinter alle Abluftventile so „Filtermützen“ der Klasse G2 nach DIN EN 779 gesetzt. Das es die ursprünglich nicht gab, war ein Fehler des Lüftungsplaners.

Also Bauherren mit Lüftungsanlagen, prüft eure Abluftventile. Die vorzeitige Reinigung der Rohre durch eine Spezialfirma ist aufwendig und teuer. Der Kegelfilter im Zipfelmützenstyle kostet 2€, der Einbau ist ruckzuck gemacht. Hier gibt es diese zu kaufen. Weitere Hintergrundinfos gibt es hier.

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Lüftungsanlage bei Frost

20160119_101315Unsere Lüftungsanlage von Vallox ist jetzt das erste Mal bei hartem Frost (derzeit -6°C) im Einsatz. Die Frostschutzautomatik, die ohne Heizregister auskommt, funktioniert anscheinend zuverlässig.

D.h. alle paar Stunden gehen die Zuluftventilatoren für etwa 45 Minuten aus, so dass der warme Abluftstrom den Wärmetauscher enteisen kann. Danach läuft die Lüftungsanlage im normalen Programm wieder weiter. Die Auswirkungen auf das Raumklima scheinen subjektiv kaum spürbar zu sein.

Ursprünglich wollten wir den Winter abwarten und dann entscheiden, ob wir noch nachträglich ein elektrisch beheiztes Frostschutzregister einbauen. Wir sind uns jedoch jetzt nicht sicher, ob wir das überhaupt brauchen. Welche Erfahrungen haben den andere Bauherren? Kommentare sind herzlich willkommen.

P.S.: Toll was so ein Wärmetauscher thermodynamisch schafft. Derzeit wird die Zuluft um 21°C aufgewärmt, bevor sie in die Räume geleitet wird. Dazu werden der warmen Abluft 17°C entzogen, bevor es wieder nach draussen geht. Das Raumklima ist dabei prima, man hat nicht das Gefühl trockene Augen oder Schleimhäute zu bekommen. Allem Anschein nach macht also auch die Feuchterückgewinnung im Wärmetauscher, das was sie tun soll.