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Fortschrittsexplosion und erster Blower Door Test

Nachdem in der ersten Estrichtrocknungsphase der Fortschritt eigentlich nur im Hausanschlussraum zu sehen war, gab es heute Fortschritte an allen Ecken und Kanten. Eigentlich waren wir nur zum Blower Door Test da, aber dazu gleich mehr.

Malerarbeiten

Bereits auf dem Weg zum Haus klingelte mein Handy. Eine mir unbekannte Nummer. Es war der Malermeister, der mitbekommen hatte, dass wir heute an der Baustelle sind. Da er um die Ecke wohnt, kam er direkt an der Baustelle vorbei und wir haben die Malerarbeiten besprochen. Das ganze Haus wird mit dem Klassiker Erfurt Rauhfaser in Körnung 52 tapeziert und weiß gestrichen. Das ganze Haus? Nein, zwei gallische Dörfer namens Kinderzimmer 1 und 2 erhalten je eine farblich abgesetzte Wand (Werder Grün und Hello Kitty Rosa). Der große Holzbalken im Wohnzimmer erhält eine Lackierung in Klarlack.

Erfurt Rauhfaser Nr. 52

Erfurt Rauhfaser Nr. 52

Wie uns der Maler mitteilte, ist Rauhfaser eine gute Wahl für Neubauten. Da sich Häuser in den ersten zwei, drei Jahren noch setzen, können die Tapeten aufreißen. Rauhfaser ist aber ganz gut dehnbar und daher relativ immun gegenüber Rißen. Und selbst wenn mal ein Riß entsteht, ist der aufgrund der Struktur einfach auszubessern. Blieb also nur noch die Frage, ob wir eine feinere Körnung nehmen wollen. Dies geht aber mit ein, zwei Euro Mehrpreis pro Quadratmeter einher, da dann die Fläche umfangreicher vorbehandelt und beigespachtelt werden müssen. Klingt erstmal nicht viel, aber wir haben 1000m² Wand- und Deckenfläche (habe ich schonmal gesagt, dass ich froh bin, dass wir nicht selber tapezieren?). Also Entscheidung klar – 52er Rauhfaser in weiß.

Außenbereich

Bereits als wir uns dem Haus näherten, fiel uns auf, daß es so anders aussah. Na klar, das Gerüst war (fast) weg. Das Haus verputzt und gestrichen. Die Verfuger waren auch dabei die Klinkerflächen zu verfugen (zementgrau). Und die Gartenbauer haben die L-Steine die Straße rauf bis zur Einfahrt verlängert. Der Dachdecker hat Trittstufen aufs Dach gebaut für den Schornsteinfeger. Insgesamt ein völlig neues Gesamtbild. Wir finden es sehr, sehr schön. Das ist wie ein vorgezogenes Weihnachtsfest. Aber seht selbst …

Der erste Blower Door Test

Der erste Blower Door Test war relativ unspektakulär. Blower Door Tür einbauen, alle Fenster zu, Stopfen in die Zu- und Abluftrohre der Lüftungsrohre. Danach zeigte sich, dass das Haus ziemlich dicht ist. Es wurde nur eine Leckage gefunden, dort muss der Trockenbauer nochmal nachkleben. Obwohl durch kleine Öffnungen (beispielsweise fehlende Fenstergriffe) noch Luft entweichen konnte, war der Wert bereits deutlich unter dem zulässigen Grenzwert. Alles gut also, insbesondere weil das Haus ja noch deutlich dichter wird.

Die Blower Door

Die Blower Door im Einsatz

Fliesen und Sanitär

Der Fliesenleger war in den drei Bädern fleißig und hat die Wandfliesen angebracht. Auch der Sanitärmann hat die Badewanne und die flache Duschtasse im Kinderbad eingebaut. Wir sind mit der Auswahl der Fliesen sehr zufrieden (hier dazu mehr). Wir haben die Fliesen zementgrau verfugen lassen, das hat den Vorteil, dass sich durch Shampoo und andere Laugen keine Farbpartikel auswaschen können. Sie sehr edel aus, ob wohl wir mangels Licht keine wirklich schönen Bilder machen konnten.

Unschönes

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Heute haben fest gestellt, dass der Elektriker nicht nur eine Steckdose vergessen hat (nicht so schlimm), sondern auch keinerlei Netzwerkanschlüsse im Hausanschlussraum vorgesehen hat! Dort waren vier Anschlüsse vorgesehen, damit DSL, Telefon und Netzwerk nach oben zum Verteilerschrank „gepatched“ werden können. Im Wohnzimmer wurden zu dem zwei Sat-Anschlüsse vergessen. Insgesamt mehr als ärgerlich – da muss eine Lösung her. Da werde ich morgen in Aktion treten müssen.

Zudem ist es speziell im Obergeschoss durch das Trockenheizen des Estricks extrem feucht-schwül, so dass sich sogar etwas Schimmel auf dem Rigips abgesetzt hat. Zum Glück müssen diese kleinen Stücke sowieso wieder runter (weil schief). Dort muß öfter gelüftet werden. Leider können wir das aufgrund des Anfahrweges von 130km nicht machen. Wir haben jetzt mit dem Fliesenleger die Vereinbarung, dass er die nächsten zwei Wochen lüftet.

Zeitplan

Morgen fliest der Fliesenleger die Treppe und macht dann nächste Woche im Obergeschoss mit den Fussböden weiter. Der Maler grundiert nächste Woche alle Wände und Decken im Erdgeschoss. Der Elektriker ist am Freitag da und schneidet u.a. die Löcher für die LED-Panele in die Deckendosen (dann kann er auch gleich die Netzwerkleitungen nachverlegen). Der Gartenbauer pflastert diese Woche die Einfahrt. Nächste Woche soll endlich unser Geräteraum ein Dach kriegen.

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Sanitär- und Fenstertermin

Heute waren wir an der Baustelle verabredet mit unserem Bauleiter. Es ging um die Fenster und die Sanitärdurchsprache. Leider war der Fensterbauer noch in Betriebsferien, dennoch haben wir die Spezifika der „Befensterung“ durchgesprochen. Nächste Woche muss dann der Fensterbauer nochmal separat die Maße aufnehmen und dann sollten wir Anfang Oktober die Fenster drinne haben.

Mit dem Sanitärmeister haben wir dann alle Aspekte von Sanitär, Heizung und Lüftung durchgesprochen. Kurzerhand haben wir den Heizkreisverteiler im Erdgeschoss noch vom Abstellraum in den Hausanschlussraum verlegt, was uns froh stimmt. Die Lüftungsanlage wird jetzt auch wunschgemäss mit Zuluft übers Dach versorgt. Ursprünglich war geplant, diese Luft am Westgiebel anzusaugen. Dort soll aber mein Grillplatz hin und so würde stets der gesamte Grillgeruch im Haus verbreitet.

Ansonsten wurde noch der Kamin errichtet und auch die Zimmerleute haben die Restarbeiten am Dach erledigt. Morgen kommt der Klemptner und baut die Dachrinnen an. Am Freitag wird das Dach gedeckt. Heute wurden bereits die Dachpfannen von Braas angeliefert. Die Rohinstallationen starten ebenfalls diese Woche.

Wir berichten wieder am Wochenende …

Nicht unser Dreck (Wände und Klinker fertig)

Am Freitag erreichte uns Post vom Verkäufer der Grundstücke, der gleichzeitig Erschliessungsträger für die Straßen ist. Es wurde angezeigt, dass die Einmündung der Straße in die Siedlungsstraße stark verschmutzt sei und wir uns bitte mit den anderen Bauherren um die Reinigung der Straße kümmern sollten. Klingt erstmal fair – ich bin jedoch dennoch hingefahren, um mir selber ein Bild von der Lage zu machen.

Einmündungsbereich unserer Sackgasse

Einmündungsbereich unserer Sackgasse

Naja, perfekt sauber ist es nicht. Es ist halt eine Baustraße. Die Reifenspuren zeigten aber deutlich, dass die Verschmutzung von einer anderen Baustelle ausging. Damit war das Thema für uns dann erstmal erledigt.

Ich habe mir dann den Baufortschritt angeschaut. Leider waren die Zimmerleute noch nicht wieder da nach dem Urlaub, so dass es am Dach noch nicht weitergegangen ist. Innen sind aber mittlerweile alle Mauern an Ort und Stelle:

Wieder da – mit Klinker

Wir haben einen wunderschöne, erholsame Woche an der Nordsee verbracht. Nochmal einen besonderen Dank an Inga und Thomas für die schöne gemeinsame Zeit. Auf dem Rückweg haben wir noch an der Baustelle vorbeigeschaut. Dort wurde viel im Dachgeschoss betoniert (diverse Ringanker und die Einfassungen für die Dreiecksfenster) und auch etwas geklinkert. Doch seht selbst …

Der Klinker

Nach längeren Überlegungen haben wir uns tatsächlich auf einen Klinker festgelegt. Bei unserem weiß verputzten Haus werden der Wohnzimmergiebel sowie zwei Streifen am West- und Ostgiebel geklinkert. Da unsere Dachpfannen auch anthrazit sind, haben wir uns auf einen grau-changierenden Klinker festgelegt. Wir wollen allerdings kein ganz glatte, gepresste Aussenseite sondern eine ganz leicht rauhe Oberfläche. Gefunden haben wir diesen Klinker dann mit der Serie ‚Wolfsburg‚ von Olfry aus Vechta. Bei diesen Ziegeln sorgt die Wasserstrichtechnik für eine ausgeprägte Oberfläche. Der Klinker sieht so aus:

Olfry 'Wolfsburg' Klinker, grau verfugt

Olfry ‚Wolfsburg‘ Klinker, grau verfugt

 

Ausgeklinkt

Neben allen positiven Dingen, gab es am Freitag leider auch eine Hiobsbotschaft. Die Klinkerfassade, die nur „ein wenig mehr“ kosten sollte, schlägt mit einem fünfstelligen Aufpreis zu Buche. Schweren Herzens bleiben wir bei der überwiegend weiss verputzen Fassade. Allerdings bleibt wird an den beiden großen Giebeln der mittlere Streifen sowie der gesamte Wohnzimmergiebel verklinkert. Das finden wir auch schön.

Netter Nebeneffekt, durch den Verzicht auf die vollständige Klinkerfassade wird jeder Raum ein wenig größer, da die die verputzte Wand 10cm weniger in Anspruch nimmt.

Neue Ansicht vom Garten

Neue Ansicht vom Garten