Archiv der Kategorie: Fassade

Ziemlich fertig

Hurra, unser Haus ist so ziemlich fertig. In der Zeit und auch im geplanten Budget.

Die Elektriker haben anscheinend ihre Arbeiten abgeschlossen. Nun sind es wirklich nur noch Kleinigkeiten, die fehlen: ein Waschtischunterschrank, zwei Zahnputzbecherhalter und die Wohnzimmertür. Insgesamt also nichts, was die Abnahme oder den Einzug in der nächsten Woche verhindern würde.

Wir haben bislang 96 Kartons gepackt und erwarten noch etwa 20-30 Kartons zu füllen. Einige Möbel müssen noch demontiert werden. Die Musterhauspräsentation am Wochenende findet ohne uns statt. Am nächsten Mittwoch sind wir dann zur Abnahme dort. Donnerstag und Freitag folgt dann der Umzug.

Mal schauen, ob wir es noch schaffen, von der Abnahme zu bloggen. Wenn nicht, ist das hier erstmal der letzte Beitrag vor dem Umzug. Drückt uns bitte die Daumen, dass die nächste Woche gut läuft. Hier noch ein paar Bilder von den letzten Veränderungen.

Letzte Arbeiten

In unserem Haus laufen die letzten Arbeiten. Es fehlt noch die Wohnzimmtertür mit Glaselement. Da hatten sich die Mitarbeiter der Türenfirma beim Aufmaß vermessen und sie passte bei Lieferung nicht. Die neue, passende Tür kommt jetzt am Dienstag.

An der Treppe wurde der Edelstahlhandlauf montiert. Der Elektriker ist innen weitgehend fertig und arbeitet jetzt im Außenbereich die letzten Dinge ab. Es wurde an die Haustür angepflastert, die Kiestraufen wurden befüllt sowie der Briefkasten und die Stele mitsamt Hausnummer einbetoniert. Unser Gerätehaus wurde endlich von außen verputzt und gestrichen.

Und so sehen die Neuerungen jetzt aus – danke an unseren Bauherrenvertreter für die Fotos.

Fortschrittsexplosion und erster Blower Door Test

Nachdem in der ersten Estrichtrocknungsphase der Fortschritt eigentlich nur im Hausanschlussraum zu sehen war, gab es heute Fortschritte an allen Ecken und Kanten. Eigentlich waren wir nur zum Blower Door Test da, aber dazu gleich mehr.

Malerarbeiten

Bereits auf dem Weg zum Haus klingelte mein Handy. Eine mir unbekannte Nummer. Es war der Malermeister, der mitbekommen hatte, dass wir heute an der Baustelle sind. Da er um die Ecke wohnt, kam er direkt an der Baustelle vorbei und wir haben die Malerarbeiten besprochen. Das ganze Haus wird mit dem Klassiker Erfurt Rauhfaser in Körnung 52 tapeziert und weiß gestrichen. Das ganze Haus? Nein, zwei gallische Dörfer namens Kinderzimmer 1 und 2 erhalten je eine farblich abgesetzte Wand (Werder Grün und Hello Kitty Rosa). Der große Holzbalken im Wohnzimmer erhält eine Lackierung in Klarlack.

Erfurt Rauhfaser Nr. 52

Erfurt Rauhfaser Nr. 52

Wie uns der Maler mitteilte, ist Rauhfaser eine gute Wahl für Neubauten. Da sich Häuser in den ersten zwei, drei Jahren noch setzen, können die Tapeten aufreißen. Rauhfaser ist aber ganz gut dehnbar und daher relativ immun gegenüber Rißen. Und selbst wenn mal ein Riß entsteht, ist der aufgrund der Struktur einfach auszubessern. Blieb also nur noch die Frage, ob wir eine feinere Körnung nehmen wollen. Dies geht aber mit ein, zwei Euro Mehrpreis pro Quadratmeter einher, da dann die Fläche umfangreicher vorbehandelt und beigespachtelt werden müssen. Klingt erstmal nicht viel, aber wir haben 1000m² Wand- und Deckenfläche (habe ich schonmal gesagt, dass ich froh bin, dass wir nicht selber tapezieren?). Also Entscheidung klar – 52er Rauhfaser in weiß.

Außenbereich

Bereits als wir uns dem Haus näherten, fiel uns auf, daß es so anders aussah. Na klar, das Gerüst war (fast) weg. Das Haus verputzt und gestrichen. Die Verfuger waren auch dabei die Klinkerflächen zu verfugen (zementgrau). Und die Gartenbauer haben die L-Steine die Straße rauf bis zur Einfahrt verlängert. Der Dachdecker hat Trittstufen aufs Dach gebaut für den Schornsteinfeger. Insgesamt ein völlig neues Gesamtbild. Wir finden es sehr, sehr schön. Das ist wie ein vorgezogenes Weihnachtsfest. Aber seht selbst …

Der erste Blower Door Test

Der erste Blower Door Test war relativ unspektakulär. Blower Door Tür einbauen, alle Fenster zu, Stopfen in die Zu- und Abluftrohre der Lüftungsrohre. Danach zeigte sich, dass das Haus ziemlich dicht ist. Es wurde nur eine Leckage gefunden, dort muss der Trockenbauer nochmal nachkleben. Obwohl durch kleine Öffnungen (beispielsweise fehlende Fenstergriffe) noch Luft entweichen konnte, war der Wert bereits deutlich unter dem zulässigen Grenzwert. Alles gut also, insbesondere weil das Haus ja noch deutlich dichter wird.

Die Blower Door

Die Blower Door im Einsatz

Fliesen und Sanitär

Der Fliesenleger war in den drei Bädern fleißig und hat die Wandfliesen angebracht. Auch der Sanitärmann hat die Badewanne und die flache Duschtasse im Kinderbad eingebaut. Wir sind mit der Auswahl der Fliesen sehr zufrieden (hier dazu mehr). Wir haben die Fliesen zementgrau verfugen lassen, das hat den Vorteil, dass sich durch Shampoo und andere Laugen keine Farbpartikel auswaschen können. Sie sehr edel aus, ob wohl wir mangels Licht keine wirklich schönen Bilder machen konnten.

Unschönes

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Heute haben fest gestellt, dass der Elektriker nicht nur eine Steckdose vergessen hat (nicht so schlimm), sondern auch keinerlei Netzwerkanschlüsse im Hausanschlussraum vorgesehen hat! Dort waren vier Anschlüsse vorgesehen, damit DSL, Telefon und Netzwerk nach oben zum Verteilerschrank „gepatched“ werden können. Im Wohnzimmer wurden zu dem zwei Sat-Anschlüsse vergessen. Insgesamt mehr als ärgerlich – da muss eine Lösung her. Da werde ich morgen in Aktion treten müssen.

Zudem ist es speziell im Obergeschoss durch das Trockenheizen des Estricks extrem feucht-schwül, so dass sich sogar etwas Schimmel auf dem Rigips abgesetzt hat. Zum Glück müssen diese kleinen Stücke sowieso wieder runter (weil schief). Dort muß öfter gelüftet werden. Leider können wir das aufgrund des Anfahrweges von 130km nicht machen. Wir haben jetzt mit dem Fliesenleger die Vereinbarung, dass er die nächsten zwei Wochen lüftet.

Zeitplan

Morgen fliest der Fliesenleger die Treppe und macht dann nächste Woche im Obergeschoss mit den Fussböden weiter. Der Maler grundiert nächste Woche alle Wände und Decken im Erdgeschoss. Der Elektriker ist am Freitag da und schneidet u.a. die Löcher für die LED-Panele in die Deckendosen (dann kann er auch gleich die Netzwerkleitungen nachverlegen). Der Gartenbauer pflastert diese Woche die Einfahrt. Nächste Woche soll endlich unser Geräteraum ein Dach kriegen.

Verputzt und aufgeheizt

Ein kurzes Update dank unserer Hausspione

Das Haus ist von außen verputzt und gestrichen. Es wurde Kratzputz verwendet, der weiß gestrichen wurde. Der Sockelbereich wurde mit glattem Putz abgesetzt, ist aber noch nicht gestrichen worden. Die Jalousien wurde eingebaut und teilweise sind auch schon die ersten Außenfensterbänke eingesetzt. Innen wurden der Gaszähler montiert und die ersten 48m³ Gas verheizt.

Brandschutz

Wir haben uns im Rahmen des Hausbaus auch über Brandschutz Gedanken gemacht. Da wir ein freistehendes Einfamilienhaus bauen und auch der Abstand zu anderen Häusern groß ist (>10 Meter), haben wir das Thema Brandschutz relativ selber im Griff.

Die Niedersächsische Bauordnung schreibt seit dem 1.11.2012 für Neubauten Rauchwarnmelder für Schlafräume, Kinderzimmer und Flure, die als Rettungswege dienen, vor (§ 44 Abs. 5 NBauO). Hier findet man weitere Informationen. Damit sind wir gesetzlich verpflichtet, fünf Rauchmelder anzubringen (Schlafzimmer, 2x Kinderzimmer, Diele, Flur). Das war uns aber zu wenig und wir haben uns für 6 zusätzliche Rauchmelder entschieden (Wohnzimmer, Galerie oben, 2x Arbeitszimmer, Hausanschlussraum, Bodenraum). Das heisst, es kommen nur in die Küche (sowieso offen zum Wohnzimmer), in den Abstellraum, in die Bäder und in den Wäschetrockenraum keine Rauchmelder. Nach bisher schlechten Erfahrungen mit günstigen Rauchmeldern und der damit verbundenen Notwendigkeit, ständig teure Knopfzellen nachzukaufen, haben wir uns für mehrfach ausgezeichneten Modell Genius H von Hekatron entschieden. Die Teilchen verfügen unter anderem über eine 10 Jahre Langzeitbatterie und so rechnet sich der Mehrpreis ganz schnell gegenüber anderen, die in diesen 10 Jahren drei Ladungen der teuen CR2450 Knopfzellen verbrauchen. Ausserdem hängt das Teil im Wohnzimmer knapp 5 Meter hoch, wer will denn da alle drei Jahre rauf zum Batterienwechseln?

Bleibt noch der restliche Brandschutz. Brandschutztüren sind bei uns baulich nicht erforderlich. Wir werden aber noch im Hausanschlussraum einen Kohlenmonoxid- und einen Gas-Melder installieren, ums gegen Fehlfunktionen der Heizung abzusichern. Im Abstellraum platzieren wir dann noch einen Feuerlöscher und eine Löschdecke.

Bleibt noch die Fassade. Wie viele andere Hausbauer auch, haben wir uns für ein Wärmedämmverbundsystem aus Polystyrol entschieden. Gute Wärmedämmeigenschaften, ein günstiger Preis und einfache Verarbeitbarkeit zeichnen diesen Werkstoff aus. Nachteil wie schon oft in der Presse berichtet (z.B. zuletzt bei SPIEGEL ONLINE) ist die gute Brennbarkeit, so dass sich über die Fassade ein Brand auf das ganze Haus ausdehnen kann. Da man das auch mit zusätzlichen Maßnahmen wie Brandriegeln aus Steinwolle nicht verhindern, sondern nur verzögern kann, haben wir uns Gedanken über den passiven Brandschutz gemacht.

Sollte ein Brand innen im Haus ausbrechen, sollte mindestens einer der zahlreichen Rauchwarnmelder uns alarmieren. Dann ist es immer noch möglich, dass der Brand aus einem Fenster so herausschlägt, dass die Dämmung Feuer fängt. Aber dann sind wir Menschen alle bereits draussen und es kann „nur“ Sachschaden entstehen. Dieser ist zum Glück versichert und reparierbar. Besonders gefährlich wäre aber die Situation, wenn draussen ein Brand entsteht und auf die Dämmung übergreift. Im Artikel bei SPIEGEL ONLINE wird dafür ein Test mit einem Mülltonnenbrand im Sockelbereich der Fassade zitiert (simuliert durch einen 200 Kilo schweren Holzstapel als Brandlast, entsprechend einem vollen Mischmüllcontainer) – die Ergebnisse dort waren nicht gut. Deswegen haben wir darauf geachtet, dass alle potentiellen Brandlasten einen Sicherheitsabstand zur Fassade haben. Die Mülltonnen z.B. stehen drei Meter entfernt von der Fassade, der Brennholzvorrat sogar fünf. Bei der Konstruktion des überdachten Grillplatzes werden wir ebenfalls den Sicherheitsabstand zur Fassade mit in die Planung einbeziehen. Wenn also nicht gerade ein Brandstifter unsere Fassade in Flammen setzt, dann fühlen wir uns so sicher in unserem Haus.

Wir empfehlen auch anderen Hausbauern, die ein WDVS aus Polystyrol einsetzen wollen, auf den passiven Brandschutz zu achten. Brandlasten wie Mülltonnen, Holzstapel, Geräteschuppen und so weiter sollten einen ausreichenden Sicherheitsabstand zur WDVS-Fassade haben. Der Rest mit Rauchmeldern und so weiter versteht sich von selbst.

Estrich begehbar

Seit gestern ist der Estrich wieder begehbar. Heute haben wir uns auf der Baustelle mit dem Fliesenleger (Durchsprache der Fliesenarbeiten), dem Küchenmonteur (Aufmaß) und dem Gartenbauer (verschiedene Absprachen) getroffen.

Im Außenbereich wurde die L-Steine hinterfüllt und das Gerüst an der Nordseite zurückgebaut, damit diese Woche die Hausanschlüsse verlegt werden können. Mittlerweile sieht das Haus schon viel wohnlicher aus als die „Rohbauhöhle“ mit den vielen Kabeln und Rohren. Die Herbstsonne fiel heute sehr schön durch die Bäume und flutete die Räume mit ihrem warmen Licht. Man konnte in die Wohnatmossphäre förmlich hineinschnuppern.

Nächste Woche soll die Heizung angeschlossen werden und in zwei Wochen dann in Betrieb gehen (Trocknungsprogramm). An der Fassade wird auch weitergearbeitet und der Garten geht auch weiter. Wir sind sehr zufrieden – aber seht selbst:

 

Jetzt geht es endlich wieder voran

Die letzten Wochen ging es – zu unserem Leidwesen – sehr langsam voran. Unser Hausbauprojekt hat mittlerweile Halbzeit und unser Bauleiter war im Urlaub. Einzig und allein der Elektriker werkelte noch vor sich hin. Der Fensterbauer aber liess sich Zeit, sehr viel Zeit. Ein Schelm, wer denkt, dass es da einen Zusammenhang zum Urlaub unseres Bauleiters gab ….

Nun aber ist unser Bauleiter seit Montag zurück und es geht wieder in großen Schritten voran:

  • ab heute werden die Fenster eingebaut (bis Freitag abgeschlossen)
  • nächste Woche wird gedämmt (aussen) und verputzt (innen und aussen)
  • übernächste Woche werden die Hausanschlüsse und die Fussbodenheizung ausgeführt
  • in der folgenden Woche wird der Estrich gelegt

In der übernächsten Woche wird auch unser Gartenbauer unser Hanggrundstück im hinteren Bereich zur Strasse mit Betonwinkelteilen abfangen und den Gartenbereich dahinter auffüllen. Es wird sich also Ende Oktober ein ganz anderes Bild ergeben. Wir freuen uns sehr, dass es jetzt wieder gut sichtbar voran geht. Wir gehen davon aus, dass wir vor Weihnachten ein weitgehend fertiges Haus vorfinden, dass dann im Januar fertiggestellt wird. Das wäre einen Monat früher als vertraglich zugesichert.

Hier die letzten Bilder von der Baustelle

Hier laufen alle Kabel vorbei, die beide Stockwerke verbinden

Hier laufen alle Netzwerk- und Sat-Kabel vorbei, die beide Stockwerke verbinden

Unsere Bautür ist schon da

Unsere Bautür ist schon da

Da kommt der Klingelknopf vor die Dämmung

Da kommt der Klingelknopf vor die Dämmung