Archiv für den Monat März 2014

Küchenplanung abgeschlossen

Heute waren wir bei Marquardt Küchen in Essen und haben die zweite Runde unser Küchenplanung durchlaufen. Wir haben uns letztendlich für eine Inselküche und gegen die ursprünglich geplante G-Form entschieden. So haben wir eine praktischere Anordnung der Stauräume und sind auch die Eckschränke losgeworden.

Es wird nun eine Küche des Herstellers Pronorm aus der Serie ‚proline 128‘ mit Lackfronten in Glanzmagnolia. Die Arbeitsplatte wird recht dunkler Granit der Sorte ‚Nero Assoluto‘. Dadurch gibt es einen tollen Kontrast zwischen dunkel (Boden, Arbeitsflächen) und hell (Fronten, Korpus). Wir freuen uns schon sehr auf die Küche!

 

Bild

Leider ist der Scan des Ausdrucks nicht besonders brilliant, man kann aber hoffentlich etwas erkennen. Natürlich befinden sich über der Mikrowelle und dem Backofen kein Loch im Schrank, sondern die Tür darüber deckt in der der Realität den ganzen Bereich darüber ab. Der Kühlschrank und die Hochschränke links davon werden schlussendlich noch mit Trockenbau eingekoffert, so daß sie sozusagen in der Wand stehen.

Zwischenfazit: von Bauträgern, Banken und anderen Kuriositäten

Für manchen Bauträger und manche Bank kommt das Wort ‚Vertrieb‘ von ‚vertreiben‘.

Die besten Kunden für diese Unternehmen sind diejenigen, die direkt beim ersten Termin blanko den Auftrag unterschreiben. So sind wir aber nicht. Für uns müssen Haus und Finanzierung ideal zu unseren Vorstellungen passen. Damit geht einher, dass der Anbieter im ersten Gespräch gut zuhört, die richtigen Fragen stellt und in der Folge einen eigenen Lösungsweg passend zu unseren Vorstellungen aufzeigt. Leider haben so aber nur die wenigstens Anbieter gearbeitet. Zum Glück haben wir aber eine Bank und einen Bauträger gefunden, die jeweils unsere Vorstellungen sehr gut umgesetzt haben.

Welche Unternehmen das sind, haben wir hier ja bereits geschrieben. Wir möchten euch aber gerne auch an den Erfahrungen mit Unternehmen teilhaben lassen, die wir explizit nicht weiter berücksichtigt haben nach dem ersten Kontakt. Was Bauträger betrifft, findet ihr unseren Erfahrungsbericht hier.

Also zu den Banken. Der Fairness halber haben wir die Banken einfach mit Buchstaben gekennzeichnet. Wie ihr sehen werdet, war das Spektrum im Umgang mit Kunden recht groß.

Finanzmakler A

Finanzmakler A hatte bei unserer ersten Baufinanzierung die richtigen Ideen. Folgerichtig war der Makler auch unser erster Ansprechpartner für unser neues Haus. Diesmal war unsere Erfahrung jedoch genau gegensätzlich. Irgendwann kam er zu uns in Haus und brachte seine Kladde mit Formularen und seinen Taschenrechner mit. Ein wenig maulfaul fragte er die wichtigsten Eckdaten ab und fingt direkt an seinen Taschenrechner zu bearbeiten und Zahlen handschriftlich in ein Formular zu kritzeln. Als er damit fertig war, wurde uns das Ergebnis mit kurzer Erläuterung präsentiert. Wir baten den Makler uns im Nachgang noch ein offizielles Angebot zu unterbreiten. Diese sagte er bereitwillig zu – uns hat sich seitdem nie wieder bei uns gemeldet.

Bausparkasse B

Als nächstes wandten wir uns an die Bausparkasse B, bei der wir bereits einen Bausparvertrag abgeschlossen hatten. Hier stießen wir auch auf einen kompetenten Ansprechpartner, der aber für die Vorfinanzierung von Bausparverträgen auf die lokale Bank C als Verbundpartner angewiesen war. Die Bank C konnte unser Bauvorhaben jedoch aufgrund des „Regionalprinzips“ nicht unterstützen, so dass sich die Bausparkasse B als nächstes an die regionale Bank D im Osnabrücker Land wenden musste. Da uns die Bank D aus der Vergangenheit bereits bekannt war, haben wir selber Kontakt dorthin aufgenommen und unsere finanzielle Situation und Vorstellungen offengelegt. Es dauerte dann aber immer noch vier Wochen (!), bis uns ein erster Finanzierungsvorschlag vorlag.

Dieser war jedoch von den Konditionen ziemlich uninteressant. Das fanden wir enttäuschend, da wir uns speziell von dieser Bank mehr Geschwindigkeit und bessere Konditionen erwartet hätten.

Volksbank

Da der Notartermin immer näher rückte, entschlossen wir uns mit der Volksbank in Bad Iburg Kontakt aufzunehmen. Der Beratungstermin dort war sehr konstruktiv, der Berater fragte sehr gründlich unsere Vorstellungen ab und brachte bereits im ersten Gespräch interessante Finanzierungsmöglichkeiten zur Sprache. Das erste Bauchgefühl nach diesem Gespräch war entsprechend gut. Dieses Gefühl verstärkte sich, nachdem kurze Zeit später bei uns ein konkretes Finanzierungsangebot einging, das allen unsere Vorstellungen entsprach und zudem von den Konditionen mit weitem Abstand das beste war (vor allem im Vergleich zu Bank D, deren Angebot uns in der Zwischenzeit auch erreicht hatte). Eigentlich waren wir zu diesem Zeitpunkt schon davon  überzeugt, dass wir mit der Volksbank finanzieren wollten. Da wir aber noch einen persönlichen Kontakt zu Bank E hatten, wollten wir von dort noch ein Vergleichsangebot einholen.

Bank E

Die deutschlandweit vertretene Bank E empfing uns in einem ihrer Büros. Die Finanzierungsberaterin hörte sich unsere Vorstellungen genau an und gab alle Angaben zeitgleich in Ihren Computer ein. Nachdem wir schon ein gutes Angebot der Volksbank vorliegen hatten, fand ich es fair dieses Angebot zu erwähnen und ungefähr das Niveau der Konditionen zu nennen. Leider war das deutschlandweit einheitliche EDV-Beratungsprogramm nicht in der Lage, unsere Vorstellungen 1:1 aufzunehmen, so dass die Beraterin uns um ein wenig Geduld bat und ihr Angebot in den folgenden Tagen unterbreiten wollte. Nach einigen Tagen rief sie dann auch an und teilte uns mit, dass sie bei aller Bemühung nicht an die Konditionen der anderen Bank herankommt und wir dieses augenscheinlich gute Angebot doch annehmen sollten. Das taten wir dann auch.

Kopf und Bauch

Neben allen Fakten wie Zinssätzen, Tilgungsraten, Laufzeiten, Zinsbindungsdauer, Agio usw. spielt bei Finanzangelegenheiten auch das Bauchgefühl eine wichtige Rolle. Wir wussten eigentlich immer nach dem ersten Gespräch schon, in welche Richtung es gehen könnte. Da dies unser zweiter Hausbau ist, wussten wir inhaltlich relativ genau worauf es uns bei einer Finanzierung ankommt. Für unser Bauchgefühl entscheidet war, ob man sich im Gespräch wertschätzend „auf Augenhöhe“ begegnet und ob der Bankberater sich um ein optimales, individuelles Finanzierungskonzept bemüht. Das war längst nicht immer der Fall. Eine Baufinanzierung ist nun mal auch ein „Striptease“ für die private Finanzsituation, die man natürlich nicht jedem auf die Nase binden möchte. Eigentlich hielten wir das auch nicht für ein Problem, schließlich gilt ja das Bankgeheimnis. Wir durften aber lernen, dass das längst nicht jeder richtig ernst nimmt. So haben wir nach Gesprächen mit einer Bank auch schon von Dritten Kommentare zu unserer Baufinanzierung erhalten. Aus unser Sicht ein absolutes Unding!

Was wir sonst noch gelernt haben

  1. Wir sind reich
  2. Wir bauen eine Villa
  3. Unser Grundstück liegt mitten im finsteren Forst

All diese „Erkenntnisse“ wurden uns über die lokale Buschtrommel zugetragen. Scheinbar gibt es Mitmenschen, die gerne über andere tratschen und dabei irgendwelche halbgaren Meinungen verbreiten. Über die dahinterliegenden Motive wollen wir an dieser Stelle mal nicht spekulieren.

Nur so viel dazu:

  1. Wir sind nicht reich
  2. Wir bauen ein großes Einfamilienhaus
  3. Es gibt durchaus Sonnenlicht auf unserem Grundstück

Wären wir reich, dann bräuchten wir uns auch kein Geld bei einer Bank leihen, würden dreimal im Jahr in Urlaub fahren und würden bestimmt nicht mehr arbeiten. Nicht jedes große Einfamilienhaus ist eine Villa. Wir schreiben diesen Blog, weil wir andere an unseren Erfahrungen teilhaben lassen wollen. Wir haben selber viel bei Internetrecherchen gelernt und uns zahlreiche Ideen bei anderen Bauherren abgeschaut. Wir bauen dieses Haus, weil uns ein schönes Zuhause eines der wichtigsten Dinge im Leben ist. Und wir freuen uns über die vielen positiven Kommentare, die uns eben auch erreicht haben. Danke dafür!

In Sicherheit

Wir können uns nun in Sicherheit wiegen. Allerdings hat Sicherheit ihren Preis. Wir haben heute einen ganze Menge an Versicherungen für unser neues Heim abgeschlossen:

  • Bauleistungsversicherung
  • Feuerrohbauversicherung
  • Bauherrenhaftplichtversicherung
  • Hausratversicherung
  • Wohngebäudeversicherung
  • Risikolebensversicherung

So haben wir unser Haus und die anhängige Baufinanzierung optimal abgesichert. Wir haben den Umfang der Versicherungen in unserer eigenen Rechnung leicht unterschätzt, da wir die notwendige Bauleistungsversicherung nicht einkalkuliert hatten. Alleine diese schlägt aber mit einem mittleren dreistelligen Einmalbeitrag zu Buche. Bauherren aufgepasst – an die Bauleistungsversicherung denken.

3.. 2.. 1.. deins!

Heute waren sehr nette Kaufinteressenten für unser bestehendes Haus zum zweiten Mal da. Erfreulicherweise sind wir uns einig geworden, so daß der Punkt „Bestehendes Haus verkaufen“ wohl demnächst auch von unserer Liste gestrichen werden kann.

Ein guter Tag

Heute war ein richtig guter Tag. Wir waren heute bei herrlichem Frühlingswetter unterwegs und haben insgesamt vier Termine durchgeführt.

Der Tag begann heute mit dem zweiten Notartermin. Der Notar brauchte noch Unterschriften für die Grundschuldbestellung. Nach rekordverdächtigen 7 Minuten waren wir bereits wieder aus dem Notariat heraus. Da wir Hunger hatten und sowieso schon unmittelbar in der Nähe der Osnabrücker Fußgängerzone waren, sind wir im Anschuss kurz dort gewesen, um etwas zu essen. Unglaublich, da ist man mal 15 Jahre nicht dort, und schon wird die ganze Stadt umgebaut.

Im Anschluss waren wir bei der Volksbank Osnabrück und haben sämtliche Darlehensverträge final unterzeichnet. Puh, insgesamt haben wir gefühlte 50 Unterschriften pro Nase geleistet und waren nachher um ein Kilo Papier (die ganzen Kopien) reicher. Erfreulicherweise sind die Zinsen sogar noch etwas gefallen. Wir sind insgesamt sehr zufrieden mit den Konditionen und der Beratung durch die Volksbank Osnabrück. Aus unserer Sicht eine klare Empfehlung für andere Bauherren in spe in der Region.

Anschliessend hatten wir noch etwas Zeit bis zu unserem Folgetermin und habe die Gelegenheit genutzt bei herrlichem Sonnenschein das erste Eis des Jahres zu essen – sozusagen ein „Bauherrenbecher“. Wie man sehen kann, waren wir bester Laune.

Zufriedene Bauherren bei Sonnenschein

Zufriedene Bauherren bei Sonnenschein

Anschliessen waren wir bei planen+bauen, wo Herr Benitz (einer der drei Geschäftsführer) mit uns nochmal den Werkvertrag durchgegangen ist und letzte Fragen beantwortet hat. Wir haben uns bei dieser Gelegenheit auch dazu entschieden, vor der finalen Abnahme des Hauses eine komplette Reinigung des Hauses durchführen zu lassen. So können wir bei der Abnahme Fehler besser erkennen und anschliessend auch direkt einziehen. Eine kleine bauliche Änderung hat sich auch noch ergeben – unsere Lüftungsanlage wird im Bodenraum im Obergeschoss installiert werden.

Gut gelaunt fuhren wir danach zu unserem Grundstück in Bad Iburg, wo wir uns mit Sylvia Gayer, unserer Gartenplanerin, getroffen haben. Wir haben am Grundstück unsere Vorstellungen besprochen und sind dann auseinander gegangen. Wir warten nun auf das Angebot von Frau Gayer für unsere Gartenplanung. Vielen Dank an Iris von „Ein neues Haus“ für den Tipp!

Das war dann der letzte Termin an diesem sehr erfolgreichen Tag. Nächste Woche soll der Bauantrag gestellt werden – es bleibt spannend.

Bemusterungstag

So, ich bin wieder da aus Kopenhagen. Heute haben wir das erste Mal eine größere Badaustellung besucht (bei Cordes & Gräfe in Osnabrück) und uns ein bisschen orientiert. Dort folgt am 29. März der große Bad-Planungstermin.

Fliesen haben wir heute ebenfalls angeschaut. Bislang ist aber immer noch die Serie MyEarth von Villeroy & Boch im Format 60x60cm in Anthrazit (RU90) unser Favorit. Wir werden hier aber noch weiter schauen, ob sich noch etwas schöneres findet.

IMG_0914

Am Dienstag treffe ich mich das erste Mal am Grundstück mit unserem Bauleiter von Planen+Bauen, um die Höhe der Gründung festzulegen. Am Freitag wiederum erfolgt der Notartermin zur Grundschuldbestellung, die letzten Unterschriften für die Baufinanzierung und die Unterzeichnung des Werkvertrages für unser Haus. Es wird sich also diese Wochen wieder ein bisschen was tun. Der nächste Schritt danach ist dann so schnell wie möglich den Bauantrag zu stellen.